Gnigler Krampuslauf – Die Geschichte

Bild: Krampuszeit.at

Im Jahr 1972 trat Hans Brugger, Gründer der Gnigler Krampusse und Perchten an den Wirtschaftsverein Gnigl Aktuell unter ihrem damaligen Obmann Heinz Brodik heran, mit dem Wunsch in Gnigl einen Krampuslauf zu veranstalten. Diese Idee wurde mit großer Begeisterung aufgegriffen und der 1. Gnigler Krampuslauf wurde organisiert.

Hans Brugger war von dieser Zeit an stets als zuverlässiger Berater der Veranstalter tätig.

Die Laufstrecke änderte sich in den Anfängen häufig. Auch damals wurde der Gnigler Krampuslauf von der heimischen Wirtschaft stark unterstützt und dementsprechend durch Plakate und Rundfunk beworben. Kein Wunder also, dass schon zu den Anfängen mehrere Tausend Zuschauer die Straßen säumten um sich den Gnigler Krampuslauf anzuschauen.

Die Läufer erhielten ein Paar Würstel mit Brot und ein Getränk sowie eine Erinnerungsmedaille. Ebenfalls kam es anfänglich zu Prämierungen der beindruckendsten Masken (welche bei den Gniglern ab Mitte der 70er Jahre schon größtenteils aus Holz geschnitzt waren) durch eine fachkundige Jury.

Viele verschiedenste Perchten kamen aus dem ganzen Land dazu. zB die Salzburger Rupertiperchten mit ihren übergroßen Polyestermasken, die alten Falchgauer Moorperchten aus Bürmoos die Gangl Pass aus St. Johann im Pongau uva.

Im Jahr 1991 übernahm der Verein Forum Gnigl die Veranstaltung des Gnigler Krampuslaufes und führte diesen unter den Obmännern Herbert Just, Heinz Reuters und Obfrau Verena Hohenauer bis zum Jahr 2002 durch. Als Strecke wählte man die Variante vom alten Gnigler Bahnhof über die Schillinghofstraße – Turnerstraße – Linzer Bundesstraße – Minnesheimstraße mit Ende im Gnigler Park wo unter anderem Sachpreise an die Krampusgruppen verlost wurden.

Im Jahr 2002 übernahm der Verein der Wirtschaftstreibenden Gnigl.at unter Gerhard Sulzer die Verantwortung als Veranstalter des Gnigler Krampuslaufes. Als treibendes Rückgrat dahinter fungierte die Familie Brugger mit der „Alt Gnigler Krampus Perchten Pass – seit 1966“.

Aufgrund der leider zunehmenden Aggressivität der jugendlichen Zuschauer wurde im Jahr 2007 gemeinsam mit der Gnigler Polizei ein neues Konzept für den Gnigler Krampuslauf erarbeitet. Ein gut funktionierendes Verkehrskonzept für die Bundesstraße 1 war ebenso erforderlich wie ein Sicherheitskonzept an der Strecke. Komplettvergitterung, aktive Ordnerarbeit sowie die Aufstellung und Kontrolle von Laufregeln sind hier als besondere Kernpunkte zu nennen. So sollen evtl. Gefahren schon im Vorfeld eingedämmt werden. Die Laufstrecke mit Aufstellung in der Turnerstraße, Linzer Bundesstraße, Schillinghofstraße erwies sich als optimale Lösung da die Teilnehmer so wieder schnell zum Ausgangspunkt ohne Umwege zurückkehren können. Der Mehraufwand an Arbeit und Kosten hat sich bis heute stets ausgezahlt und die Veranstaltung konnte bisher ohne Zwischenfälle über die Bühne gehen.

Aufgrund gesundheitlicher Umstände musste Gerhard Sulzer die Verantwortung für den Gnigler Krampuslauf 2011 an Hannes Brugger abgeben. Als offizieller Veranstalter ist er mit seinem Team der „Altgnigler“ nun für alle sicherheitstechnischen-, sowie wirtschaftliche- und andere organisatorischen Belange der Veranstaltung zuständig.

Verschiedenste Gruppen sowie tausende Zuschauer aus Stadt und Land Salzburg, den benachbarten Bundesländern sowie dem angrenzenden Bayern kommen jährlich nach Gnigl um beim traditionellen und familienfreundlichen Krampuslauf immer am 1. Adventsamstag teilzunehmen oder zuzuschauen.

Der Gnigler Krampuslauf ist aus Sicht verschiedenster Krampus und Perchtengruppen über die Jahre gesehen eine der bestorganisierten Veranstaltungen dieser Art – und das schon über vier Jahrzehnte hindurch. Dies wäre jedoch nicht möglich wenn es nicht die Gnigler Unternehmen und Spender, sowie viele freiwillige Helfer und Vereine gäbe, ohne deren Mithilfe der Gnigler Krampuslauf nicht zu finanzieren und durchzuführen wäre.

Rückblick

Mit freundlicher Genehmigung der Alt Gnigler Krampus Perchten Pass

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